Die Verfolgung von Frauen als Hexen in der frühen Neuzeit in Europa und darüber hinaus war schrecklich und grausam. Durch verschiedene Taktiken und Veröffentlichungen gelang es einer Handvoll mächtiger Männer, Tausende und Abertausende von Menschen der Hexerei anzuklagen, zu foltern, zu töten. Diese Praxis machte jedoch auch vor Tieren nicht halt: denn woran konnte man laut den Verfolgern Hexen und Zauberer besser erkennen, als durch die Begleitung einer schwarzen Katze?

Es half den armen Vierbeinern wenig, dass schwarze Tiere schon seit grauen Vorzeiten für Unglücksboten und Helfer des Teufels auf Erden gehalten wurden. Auch wurde den Katzen nachgesagt, selbst Hexer zu sein und alle möglichen Flüche unter den Menschen zu verbreiten.

Manche kirchlichen Vertreter sahen in der schwarzen Katze sogar den Teufel in verwandelter Gestalt. So wurden nicht nur deren Besitzer, sondern auch die Tiere selbst oft bestialisch gefoltert und auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

Möglicherweise kam der Aberglaube daher, dass es unzählige Straßenkatzen gab? Jedenfalls hält sich die Assoziation von dunkler Zauberei und Katzen bis heute. In der Popkultur finden sich zahlreiche Beispiele für diese Symbolik. So gibt es beispielsweise den schwarzen Kater Salem aus der Teenager-Serie Sabrina! Total verhext!: ein sprechendes Haustier von drei weiblichen Hexen, ironischerweise benannt nach dem Ort der größten Hexenverfolgungen in den USA.